Im Bahnhof Romanshorn machen wir uns bereit, unsere Velotour rund um den Bodensee in Angriff zu nehmen. Schwer bepackt mit Zelt und Schlafsack.
Nach der ersten kurzen Etappe geniessen wir in Arbon das Sommerwetter auf dem Zeltplatz direkt am See. Baden, Sandburg bauen, Glace schlecken.
Herrlicher Abend mit Sicht auf das deutsche Seeufer.
Am Morgen sind alle wieder startklar, die Velotaschen sind voll und die Drahtesel beladen.
Wir verlassen Arbon und radeln Rheineck entgegen wir wollen unsere Gross/Urgrossmutter besuchen.
Mittagsrast bei Altenrhein
Drei Generationen und wir wurden im Altersheim wie Könige bedient.... Wir waren gestärkt für den Grenzübertritt nach Österreich.
Kurz vor unserem Etappenziel Rohrspitz bei Fussach durchfahren wir ein grosses Moor mit kilometergrossen Schilffelder. Schnell richteten wir unser Zuhause ein und kühlten uns im Bodensee ab.
Radeln macht hungrig. Vier hungrige Mäuler werden gefüttert.
Es ist immer ein Abendteuer für sich am Morgen alle sieben Sachen zusammen zu Packen. Die Kinder helfen mit oder essen noch in aller Ruhe ihr Brot fertig. Schlussendlich ist alles am seinem Ort und es kann losgehen.
Über Fussach, wo wir wilde Feldhasen, Gänse, Küstenseeschwalben und Störche sichteten gings weiter nach Hard und Bregenz. Kurz vor der Insel Lindau reisten wir in Deutschland ein.
Im Hafen von Lindau geniessen wir eine gute Glace und das Ambniente eines alten Meerhafens. Lindau ist schon nur wegen seinen alten Gebäuden wegen eine Reise wert.
In Kressbronn schlagen wir wieder unser Zelt auf, geniessen das Wasser und die wärme.
Gezeichnet von einem schönen Velotag, geniesst Lars die Sonne auf seinem schön verzierten Badetuch. Er darf müde sein, so viel wie er an diesem Tag selber gefahren ist. Am Abend als es finster wurde war vorbei mit geniessen. Ein ganzes Heer von Mücken machte sich über uns her. Da half nur eins - ab ins schützende Zelt!
Die Reise geht weiter nach Friedrichshafen. Unter dem Aussichtsturm, von dem man übers Meer ans andere Ende der Welt sieht, Rasteten wir und schauten den ein und aus fahrenden Booten und Fähren zu.
Am Strand beim Camping von Hagnau geniessen wir ein feines Grillznacht direkt am See.
Rebberge kündigen Meersburg an.
Meersburg hat ein hübsches Altstädtchen mit einem riesigen Prunkbau des Staatsweingut Meersburg
Wir wechseln vom Boden zum Überlingersee. Noch einem wahnsinnig heissem Sommertag schlagen wir in Ludwigshafen unser Zelt auf. Ein Logenplatz der anderen Art.

Am nächsten Tag wartete die "Königsetappe" auf uns. Nicht weil sie besonders lang war sondern, weil sie die stärksten Steigungen hatte. Von Ludwigshafen gings mehr oder weniger direkt auf den Bodanrück. Mit unserem Gepäck eine wahre Herausforderung. Im stetigen auf und ab gings weiter und dann hinunter nach Wallhausen. Bei der Insel Mainau durchfährt man eine wunderbare Allee, die nicht enden will. Müde wollten wir in Konstanz unser Lager aufstellen. Doch als unser Zelt stand kam der Camping-Sheriff und meinte, dass unsere Häringe zuwenig weit im (steinigen und harten) Untergrund steckten. Zudem sollten wir unser Zelt verschieben und zwischen andere Zelte zwängen, obschon genügend Platz vorhanden gewesen wäre. Da wir eigentlich einen Ruhetag machen wollten hatten wir uns das Ganze anders vorgestellt. Leben in einer Sardinenbüchse - nein das wollten wir nicht.

Kurz entschlossen packten wir wieder alles zusammen checkten aus und fuhren weiter bis nach Kreuzlingen. Dort genossen wir einen tollen Ruhetag mit Sea-Life und Badi.
Guete Morge Meiti - nächste Täutplatz - es git witel! Ha ha haa!
Nach Kreuzlingen umrundeten wir den Zellersee, fuhren immer wieder durch lauschige Dörfchen mit Kopfsteinpflaster und Riggbauten.
In Stein am Rhein verfolgten wir eine Pfad Schnitzeljagt und genossen das schöne Städtchen. Wir überquerten den Rhein und fuhren den Untersee wieder aufwärts.
Unsere Reise neigt sich dem Ende zu. In Altnau machten wir noch einmal Halt und genossen die Ferien in vollen Zügen. Baden und Schiffahren und einmal nicht Velofahren.
Wieder zurück in Romanshorn drohte das Wetter zu kippen. Wir haben es wieder mal prima getroffen. Zwei Wochen fast nur Sonnenschein.
Das Zückerli kommt am Schluss. Wir haben mit all dem Gepäck ein Direktzug ausgewählt. Schon kurz nach Zürich stand er still. Signalstörung. Im Schneckentempo gings weiter nach Bern. Doch wir haben uns zu früh gefreut. Noch vor dem Bahnhof steht der Zug wieder still. Überlastung der Geleise. Als wir dann endlich im Bahnhof waren wurde empfohlen einen anderen Zug zu nehmen um nicht noch mehr Verspätung zu erhalten. Wir dachten dass wir die Verspätung gerne in Kauf nehmen, denn die Kinder sind in ein Mittagsschläfchen gefallen. Na gut. Wenig später kam eine Zugbegleiterin zügig daher und meinte dieser Zug werde ersatzlos gestrichen und demnächst ins Depot gefahren....Hurra!
8 Velotaschen, 3 Velos, 1 Anhänger und zwei schlafende Kinder mussten ausgeladen werden.
So sah es danach aus, als wir es geschafft hatten.........
...die Kinder schliefen immer noch.