An Auffahrts-Wochenende haben wir eine Velotour in Angriff genommen. Plan war es mit dem Auto bis nach Muttenz und von dort aus mit dem Zug nach Strasbourg zu reisen. Was Wetter versprach einiges, neben Bewölkung und Sonnenschein war nicht viel Niederschlag gemeldet.
So sattelten wir auf dem Park+Rail Parkplatz von Muttenz unsere Drahtesel, fuhren damit an den Bahnhof Basel und verluden sie in den TER Zug nach Strasbourg. Alles verlief reibungslos und wir konnten uns auf fröhliche Tage in Frankreich und Deutschland freuen.
In den TER Zügen in Frankreich ist der Verlad von Fahrrädern gratis. Wir waren auf jeden Fall nicht die einzigen, so mussten wir die Velos geschickt platzieren.
Zur Abfahrt bereit. Mulhouse, Colmar, Sélestat, Strasbourg waren unsere Zwischenhalte.
Alle genossen die 1:18 Stündige Bahnfahrt
In Strasbourg erreichen wir Endstation und Ausgangspunkt gleichzeitig. Reich beladen starteten wir unsere Tour.
Malerische Kanäle und für diese Gegend typische Bauten begleiteten uns während der Fahrt durch Strasbourg.
Mit dieser stattlicher Kulisse genossen wir unser Mittagessen und stärkten uns für die erste Etappe.
Kurz ausserhalb Strasbourg erreichen wir den Rhein-Rhone Kanal mit den vielen Schleusen. An diesem Kanal fuhren wir den ganzen Tag entlang.
Bei den Schleusen waren immer wieder Stops angesagt, mussten doch die Schiffe beim anheben in der Schleuse beobachtet werden.
Kurz vor Boofzheim verlassen wir den Kanal und biegen Richtung Rhinau - unserem Tagesziel ab.
Bei der Durchfahrt von Boofzheim passieren wir das malerische Dorf mit seinen süssen Häusern.
Auf dem Zeltplatz von Rhinau schlagen wir unser Lager auf und richten uns gemütlich ein.
Trotz Wolken und kühlem Wind lassen es sich die Kinder nicht nehmen sich im Badeteich abzukühlen….
Endlich wieder unterwegs. Beim leckeren Tortelinischmaus auf Saccochen fühlen sich alle wie Zuhause.
Göttikind Carina hütet Cousin und Cousine mit samt allen Plüschtieren.
Tag 2
Die Räder sind wieder beladen und es geht weiter. Kurz nach der Durchfahrt von Rhinau stossen wir auf den Rhein. An ihm geht es nun Flussaufwärts.
Schon bald treffen wir auf die erste grosse Schleuse. Zur Freude der Kinder wartete auch schon ein Schiff und wir konnten zuschauen wie sich das Becken innert kürzester Zeit vollständig gefüllt hat und der Kahn weiterfahren konnte.
Das angehobene untere Schleusentor. Svea mit ihren 100cm Körpergrösse zeigt den wahren Grössenunterschied.
Nach der Mittagsrast waren alle bestens gelaunt, denn das Wetter war so richtig sonnig geworden.
Es ist nicht mehr weit bis Breisach. Lars, der die ganze Strecke selber gefahren hat braucht eine letzte Pause. Beim Spielen mit einem Ast fiel er in den knietiefen Kanal und wurde gleich wieder putzmunter. Auf jeden Fall fuhr er die Etappe von 45km fleissig zu Ende.
Auf dem Zeltplatz L'Ile du Rhin in Breisach nutzten die Kinder die Zeit zufrieden zu Spielen.
Unser Lagerplatz am zweiten Tag. Der Camping befindet sich auf einer Insel zwischen dem kanalisiertem und dem freien Rhein.
Nach einem kurzen Abendspaziergang genossen wir unser Dessert in der Abendsonne am Ufer des Rheins.
Tag 3
Nach einer erholsamen Nacht packen wir wieder unsere sieben Sachen zusammen und machen uns auf den Weg.
Den ganzen Tag gings auf dem Rheindamm Fluss aufwärts. Diese Etappe war sehr staubig, der Weg war mehrheitlich aus Kies. Carina und Lars fuhren wieder wie die Rennfahrer. Svea konnte die Reise im Anhänger geniessen.
Kurz vor Etappenende fuhren wir durch Neuenburg am Rhein. Laut Radführer soll es dort ein Dorfplatz mit südlichem Ambiente geben. Da muss die Gelateria nicht weit sein. Und so war es. Der Platz war voller Leute und an guter italienischer Gelati fehlte es auch nicht.
Nach einer kurzen Weiterfahrt erreichten wir unser Tagesziel. Schnell wurde eingerichtet und schnell wurde das erfrischende Wasserbecken aufgesucht. Es war schon der letzte Abend unserer Velotour wir haben ihn aber noch einmal genossen.
Tag 4
Frühstück vor der letzten Etappe. Heute sollte es zurück nach Muttenz gehen.
Dem rechten Flussufer gings Basel zu.
Am Lars haben die letzten drei Velotage, an denen er immer alles selber gefahren hat, seine Spuren hinterlassen. So konnte er nach wenigen Kilometern ans FollowMe anhängen und die Etappe so noch geniessen. Carina hat die ganze Etappe mit 55km zu Ende gefahren. Sie hat das super gemacht.
Die Isteinerschwelle. Hier ist der Rhein ziemlich natürlich. Die Wassermenge wird aber durch ein riesiges Wehr gesteuert.
Wir wechseln die Rheinseite und fahren den Rest über Frankreich.
Auf dem Kiesweg gehts zügig Basel entgegen. Schon bald tauchen die ersten Schornsteine auf und somit die Industrie von Basel.
Über den Grenzübergang Hüningen reisten wieder in die Schweiz ein. Durch den dichten Stadtverkehr fuhren wir Muttenz entgegen.
Das letzte mal überqueren wir den Rhein, an dem wir während vier Tagen und 170km schöne Tge erleben konnten.